Das neue iPhone per Gesichterkennung entsperren?

07.07.2017 13:14

(Bildquelle: © DariuszSankowski | Pixabay.com)

Den Meisten liegt das iPhone 7 sicher noch recht frisch in der Hand, doch die Tech-Welt bleibt natürlich nicht stehen, sodass wir uns frühzeitig schon mit den möglichen News zum Nachfolgemodell können und müssen. Ob wir nun das iPhone 8 oder – wie in den letzten Jahren üblich – das alljährliche S-Upgrade bekommen, ist noch nicht raus. Dessen ungeachtet macht man sich in der Fachwelt bereits Gedanken über den zukünftigen Entsperrmechanismus des Smartphones. Seit dem 2013 erschienenen iPhone 5s setzte man zum Entsperren des Bildschirmes primär auf den Fingerabdrucksensor, der im Home Button versteckt war. Dies könnte aber hinfällig werden, sollte man sich bei Apple am ewigen Konkurrenten Samsung orientieren und ebenfalls auf eine Full-Display-Vorderseite setzen. Der Home Button müsste in diesem Fall entweder aufwendig in den Screen implementiert werden oder – und das scheint aus rein technischer Machbarkeit sinnvoller – würde vollends verschwinden. Damit würde man ein mittlerweile ikonisches Element der Reihe opfern. Wohin dann aber mit dem Fingerabdrucksensor? Samsung hat diesen bei den aktuellen Modellen Galaxy S8 und S8 Plus einfach auf die Rückseite des Geräts verfrachtet. Dies wurde von Testern zwiespältig aufgenommen, war aber scheinbar die für Samsung praktikabelste Variante.
 

Gesichtserkennung statt Fingerabdruck


Eher wahrscheinlich scheint, dass man auf eine Gesichtserkennung umschwenkt. Dazu würde passen, dass Apple erst im April das Start-Up RealFace aufgekauft hat, das auf Gesichtserkennungssoftware spezialisiert ist. Das ist prinzipiell technisch möglich, bedarf derzeit aber auch einiger Verbesserungen. Um nämlich ähnlichen Problemen vorzubeugen, mit denen sich Samsung herumplagen muss, müsste man die Technik noch deutlich verfeinern. Samsungs Irisscanner und Gesichtserkennung beim S8 ließ sich mit Fotos relativ leicht austricksen. Das käme für Apple einer Katastrophe gleich, schließlich scheint man die Erkennung direkt mit dem eigenen Bezahldienst Apple Pay verknüpfen zu wollen. Um die Sicherheit zu erhöhen, müsste man also zumindest einen besseren 3D-Sensor verbauen, damit sich die Facial Recognition nicht mittels eines Fotos überwinden lässt.


Generelle Sicherheitsmängel bei Biometrie


IT-Experten raten prinzipiell ohnehin davon ab, sich vollends auf biometrische Funktionen wie Fingerabdrucksensor, Iris-Scanner oder Gesichtserkennung zu verlassen. Nach wie vor sind individuelle und langgliedrige Passwörter die sicherste Art und Weise, sein Smartphone und die darauf liegenden Daten vor Zugriff durch Fremde zu schützen. Als zusätzliche Blockade sind diese Features aber sicherlich nützlich.