Das Samsung Galaxy S8 – das kann Samsungs neues Flaggschiff

31.03.2017 13:21

 Quelle: https://www.samsung.com
 

Namensgebung


Klanglich ändert sich – anders als zeitweise gemutmaßt wurde – nichts. Die HighEnd-Reihe Galaxy S wird konsequent numerisch weitergeführt. Auf das S7 folgt das Samsung Galaxy S8. Lediglich den Zusatz „Edge“ wird es künftig nicht mehr geben, da das Curved Display nun standardmäßig zur Ausstattung der Geräte gehört.

 

Optik des Samsung Galaxy S8


Optisch bietet sich dem Betrachter bei beiden Größenvarianten eine verschlankte Linie. Das Display ist bei beiden Modellen nochmals vergrößert worden. Stattliche 5,8 Zoll (bei einer Auflösung von 2960 x 1440 Pixeln) misst das Display in der Diagonale nun. 5,1 Zoll waren es noch beim Vorgänger S7. In der Plus-Variante sind es nun statt 5,5“ jetzt 6,2“. Dabei sind beide Modelle aber nur jeweils 3mm größer als ihre Vorgänger. Wie schafft Samsung das? Indem die Rahmen beziehungsweise die Balken oben und unten deutlich verkleinert werden. Lautsprecher und Kamera rücken am oberen Rand näher zusammen, der Samsung Schriftzug verschwindet. Am unteren Balken hat man den physischen Homebutton gestrichen. Dieser ist nun wie beim aktuellen iPhone 7 virtuell auf das Display gewandert. Der im Home Button befindliche Fingerabdrucksensor wurde auf die Rückseite des Telefons verlegt, wohl aber eher aus der Not heraus als aus praktischen Gründen. Denn der Sensor liegt nun unmittelbar neben der Hauptkamera, was dazu führt, dass der Benutzer des Öfteren mal auf die Linse der Selbigen tatscht und diese verschmiert. Mit einiger Gewöhnung ist dieser aber sicher auch kein wirklich gravierendes Problem. Rein handwerklich ist natürlich nichts zu beanstanden. Keine Spaltmaße, hochwertige Materialien und Verarbeitung. Das zu beiden Seiten abfallende Display verleiht dem 8er gegenüber seinem Vorgänger nochmals einen eleganteren Touch.

Im Vorfeld wurde spekuliert, ob Samsung Apple’s Beispiel folgen und die Kopfhörerbuchse ebenfalls wegrationalisieren würde. Dies ist zur Freude vieler nicht passiert. Samsung liefert direkt auch ordentliche Kopfhörer mit dem neuen Smartphone aus. Also durchatmen an dieser Stelle.

 

Technische Ausstattung


Das Innenleben der neuen Geräte wartet gegenüber dem nochmal verfeinerten Design mit etwas weniger wirklich Neuem auf. Als Prozessor dient wie beim Samsung Galaxy S7 und S7 Edge nach wie vor der Vierkern-Chip mit 2,3GHz Taktung. Der Arbeitsspeicher bleibt mit 4GB ebenfalls gleich. Lediglich der Datenspeicher ist in der kleinstmöglichen Ausführung nun mit 64GB zu haben (erweiterbar auf bis zu 256GB) statt wie bisher mit 32GB. Weniger wäre bei der Menge an Apps und den immer größer werdenden Datenvolumen von Bildern und Videos auch idiotisch. Schließlich nimmt die zum Samsung Galaxy S8 gehörige VR-Brille und Kamera „Gear 360“ mit einer 4K-Auflösung auf. Was die fest verbauten Kameras angeht, so bleibt es an der Front bei 12 Megapixeln, die Selfie-Cam hingegen hat man von 5 auf 8 Megapixel verbessert, sodass hier für Selfies und Chats noch bessere Bilder gelingen.

 

Samsung Galaxy S8 – das Multimedia-Talent


Generell ist das S8 weniger Einzelgänger, sondern viel mehr zentrale Schnittstelle in einer umfassenden technologischen Nachbarschaft. Neben der Verknüpfung zur „Gear 360“ lässt sich das neue Galaxy wunderbar mit dem heimischen PC oder Laptop verbinden, sodass ein barrierefreies Arbeiten möglich wird. Die Verbindung wird via DeX hergestellt, welches durch entsprechende Software und eine Dockingstation eine direkte Brücke zwischen stationären und mobilen Geräten schlägt. Zudem sollen die neue Modelle auch als Knotenpunkt im smarten Home fungieren. Zusammen mit dem (Sprach-)Assistenzsystem Bixby, dass ähnlich Google‘s Alexa direkt als auch indirekt mit dem User interagiert. Bixby lässt sich direkt ansprechen, um bestimmte Funktionen auszuführen, kann sich aber auch im Hintergrund haltend um Dinge kümmern. Allerdings spricht Bixby derzeit noch ausschließlich Koreanisch, Englisch und Chinesisch. Eine deutsche Umsetzung wird aber folgen.


(Bildquelle: www.samsung.com)
 

Knackpunkt Akku


Der Blick auf den Akku des Samsung Galaxy S8 bzw. Samsung Galaxy S8 Plus ist nach dem Note 7 Gau natürlich besonders interessant. Immerhin will Samsung unter allen Umständen verhindern, eine erneute Rückruf- und Schadensersatzflut leisten zu müssen. Der daraus entstandene finanzielle und imagetechnische Schaden soll sich nicht wiederholen. Aus diesem Grund hat man sich in der Entwicklung bewusst mehr Zeit genommen. Die Leistung des Akkus scheint – wie man es dem von Samsung veröffentlichten Datenblatt entnehmen kann – etwas unter der Vergrößerung des Displays zu leiden. Im reinen Musikabspielmodus halten die Akkus beider Modelle im Schnitt vier Stunden länger durch als die Vorgänger. Im aktivierten AOD-Modus (Always-On-Display) liegen die Werte aber hinter denen der Vormodelle. Ob es zu neuerlichen Brandfällen kommt, wird sich zeigen, sobald die Geräte tatsächlich im Handel und in Benutzung sind. Grund für die starke Überhitzung bis hin zum Brand des Akkus war damals ja, das zu schmale Gehäuse, welches keinen ausreichenden Abluftfluss zuließ. Die Grundvoraussetzung ist mit dem sehr schlanken Body hier ebenfalls gegeben. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass Samsung hinter den Kulissen große Anstrengungen unternommen haben wird, so ein Debakel zu verhindern.

 

Preisgestaltung und Fazit


Preislich liegt die Neuanschaffung des S8 wohl bei ca. 800 Euro, beim S8 Plus bei rund 900 Euro. Also quasi gleichauf mit den aktuellen iPhone-Produkten. Das ist eine Menge Holz, wo man dann gut abwägen sollte, ob die Neuerungen des S8 und S8+ das Upgrade rechtfertigen. Auf der Habenseite hat Samsung die schicke Optik, größere Displays und die Features DeX und Bixby, die durchaus begeisternde Möglichkeiten mitbringen. Wer mehr Power will oder bahnbrechende Innovationen sucht, kann bei seinem Galaxy S6 oder S7 bleiben.


 

Weiterführende Links:

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