Android Kindersicherung


Wieso braucht ein Smartphone überhaupt eine Kindersicherung? Ganz einfach: Smartphones sind hochsensible Geräte, deren Beschädigung und falsche Nutzung hohe Kosten verursachen können. Ein praktisches Beispiel wäre das Kleinkind, dass unwissentlich auf den Tasten rumdrückt und so Einstellungen verstellt oder sogar Einkäufe tätigt. Oder vielleicht eine unbekannte Nummer anruft und so hohe Kosten verursacht. Natürlich kann das Kind nichts dafür, kleine Kinder spielen einfach gerne und ein Smartphone erscheint als ideales Spielgerät für neugierige Kinderhände.


(Bildquelle: © 3dman_eu | Pixabay.com)

Auf der anderen Seite ist das Internet – man kennt das ja vom heimischen Computer – voll mit unendlich vielen Seiten und Inhalten, die für Kinderaugen nicht geeignet sind. Seien es Gewaltdarstellungen oder Pornographie. Aus diesem Grund ist eine Kindersicherung überaus sinnvoll.

Das ist natürlich besonders wichtig, wenn es sich um das Smartphone des Kindes handelt. Hier möchte man als Eltern natürlich Kontrolle darüber haben, auf welche Inhalte sowohl im Netz als auch in den Einstellungsmenüs das Kind Zugriff haben soll.
 

Tastensperre als erste Maßnahme


Android hat eine Reihe von Möglichkeiten, um den Zugriff zu erschweren. In vorderster Front und als generelle Sicherheitsmaßnahme gegen ungewollten Zugriff sollte natürlich eine Displaysperre aktiviert sein. Diese ist meist per Muster oder Zahlencode im Standardumfang jedes Smartphones vorhanden. Allerdings ist diese Methode nicht zu 100 Prozent effektiv, denn zu leicht können sich Kinder die recht einfachen Codes merken und die Sperre aufheben. Die PIN ist da schon sicherer als das Muster. Wer hier die verdeckte Eingabe nutzt, macht das Merken der Zahlen für das Kind schon deutlich schwerer und sorgt so für mehr Sicherheit.  Zusätzlich gibt es natürlich auch eine Reihe von Apps, die ähnliche Funktionen zur „Erstsicherung“ anbieten. Umfang und Effektivität sind aber im Durchschnitt nicht höher als bei den systemeigenen Varianten.

Auf dem Smartphone des Kindes sollte eine Sperre natürlich auch aktiviert sein. Immerhin hat auch der Nachwuchs ein Recht auf Privatssphäre und auf Schutz vor Zugriff fremder Personen. Die Pin sollten Eltern für den Notfall aber natürlich auch kennen.

Die Einstellung der Sicherung ist in der Regel kinderleicht (Wortwitz beabsichtigt). Um die vorinstallierten Möglichkeiten zu nutzen, muss man nur in das Einstellungsmenü seines Handys gehen. Bei Android findet man in den Einstellungen unter dem Punkt „Sicherheit“ direkt den Unterpunkt „Bildschirmsperre“. Nun könnt ihr hier euren 4- oder 6-stelligen Sperrcode oder das Muster festlegen und scharf schalten. Die PIN lässt sich im Nachhinein natürlich auch ändern. Wer das einigermaßen regelmäßig macht, ist auf der noch sicheren Seite.
 

Umfassende Kindersicherung per Software


Zwar gibt es beispielsweise bei Samsung auch eigene Apps, die den Zugriff für Kinderhände regelt, allerdings ist dies nicht bei jedem Hersteller der Fall, sodass für eine wirkungsvolle Kindersicherung des Smartphones Software installiert werden sollte, mit denen der Zugriff auf bestimmte Teile des Telefons, der App Stores und Webinhalte eingeschränkt werden kann. Die App, die man in dem Zusammenhang meistens findet, heißt Kids Place. Hierbei handelt es sich um einen App-Launcher, der verhindert, dass die lieben Kleinen auf andere Apps und Inhalte zugreifen können, die hier nicht eingebunden sind. Mit der App können Downloads, Anrufe, Textnachrichten und das ungewünschte Aufrufen bestimmter Apps gesperrt werden. Außerdem lassen sich hier mehrere individuelle Profile anlegen, Zeitsperren aktivieren, sodass bestimmte Anwendungen nur für eine vorher bestimmte Zeitspanne genutzt werden können und ganz allgemein die Verbindung zum Internet und Funknetz einschränken. Über PlugIns lassen sich auch Filter für Webseiteninhalte einrichten, sodass zum Beispiel Pages mit pornografischem Material nicht aufgerufen werden können.
 

Apps mit Sicherheitseinstellungen


Nicht nur spezielle Kindersicherungsanwendungen sorgen für Schutz. Viele unserer ganz alltäglichen Apps besitzen Einstellmöglichkeiten, mit denen das Surfen für Kinder sicherer gemacht kann. Suchseiten wie Google, Bing oder Ecosia haben in aller Regel eine sogenannte „Safe Search“, mit Hilfe derer Seiten und Suchergebnisse mit jugendgefährdenden Inhalten automatisch ausgeblendet werden. Hier gibt es, je nach Anbieter, neben den Voreinstellungen auch die Möglichkeit, selbst Begriffe und Themen hinzuzufügen, die nicht in den Suchergebnissen angezeigt werden sollen.

Handyhüllen von deinPhone für mehr Sicherheit

Kindersicherung kann man selbstverständlich auch so deuten, dass das Smartphone vor dem Kind geschützt werden sollte. Wie schnell geht das teure Stück in Kinderhänden mal zu Boden? Da am besten einfach mit einer robusten Hülle von deinPhone vorsorgen. Besonders, wenn es Smartphone des Kindes selbst ist. Da kann beim Toben oder direkt bei der Benutzung schnell mal ein Malheur geschehen, das kostspielig werden kann.
 

Eltern in der Verantwortung


Generell sollten Eltern ihr Kind im Umgang mit dem Smartphone und dem Internet schulen und besprechen, wie es damit umzugehen hat. Sperrungen und Verbote sind eine Sache, die allgemeine vernünftige Handhabung der Technik ist aber noch viel wichtiger. Den Nachwuchs strikt mit Verboten zu überziehen, ist wie in allen Bereichen kein Allheilmittel. Vielmehr müssen für alle Seiten faire Nutzungsbedingungen erstellt werden.