Smartphone defekt - was tun?

11.04.2018 12:23

Displays von Smartphones sind leider sehr anfällig für Bruchschäden - lässt sich sowas reparieren? (Bildquelle: © Glavo (CC0-Lizenz | pixabay.com)


Welche Defekte sind typisch?
 

Es gibt ganz bestimmte Mängel, die nahezu jeder Handynutzer kennt. Mal geschehen sie durch Unachtsamkeit, mal schlichtweg durch Pech oder auch durch mechanische Einwirkungen. Andere Defekte treten aufgrund des Gebrauchs selbst auf:


- Wasserschaden - das ist mit einer der häufigsten Defekte. Ob das Smartphone nun versehentlich aus der Hosentasche in die Toilette, den Gartenteich oder ins Spülwasser fällt, es kommt immer aufs selbe hinaus: Es hat einen Schaden. Im Falle von Wasser im Gerät sollte es direkt ausgeschaltet und in Reis gelegt werden. Eine andere Form des Wasserschadens kann durch Regen und Feuchtigkeit entstehen. Nun fällt das Gerät nicht direkt in eine Flüssigkeit, sondern Feuchtigkeit dringt langsam in die Gehäusehülle ein. Auch nun ist es wichtig, das Smartphone ausgeschaltet zu trocknen.

Akkuschaden - der Akku ist ein Gebrauchsgegenstand, der mit der Zeit immer nachlässt. Irgendwann kommt der Punkt und der Akku hält nur noch ein paar Stunden durch, bevor das Smartphone wieder ans Stromnetz muss. Je nach Gerät kann der Akku selbst ausgetauscht werden.

Sensibilität - wer ein Smartphone mit Tasten hat, wird irgendwann feststellen, dass einige Tasten klemmen. Aber auch Smartphones, die fast vollständig über den Touchscreen bedient werden, neigen mit den Jahren dazu, zu verschleißen. Die einzelnen Tasten reagieren einfach nicht mehr, da die Sensoren unter dem Display weniger auf Berührungen reagieren.

Displayriss - durch einen Sturz kann das Displayglas reißen. Das ist wohl der häufigste Defekt von Smartphones.

Farbschaden - manchmal neigt das Display dazu, kurzzeitig oder dauerhaft die Farben fehlerhaft oder mit einem Grünschimmer anzuzeigen. Dieser Fehler kann durch ein gerissenes Display, durch Feuchtigkeit, aber auch einfach durch Verschleiß kommen.

Gehäuseschaden - sicherlich sind Smartphones relativ robust, dennoch kann ein Sturz zu einem Gehäuseschaden führen. Zumeist brechen Kanten ab, das Gehäuse kann jedoch auch komplett springen. Das geschieht überwiegend bei Gehäusen aus Kunststoff.

Ladekabel - dieser Defekt ist zwar nur indirekt mit dem Smartphone verbunden, doch sind die Ladekabel der Geräte durchaus anfällig für Defekte. Gerade die Kabelummantelung direkt vor dem USB-Anschluss wird mit der Zeit spröde und bricht. Nun ist es wichtig, das Kabel auszutauschen, da es beim Laden einen Kurzschluss geben kann.

Weitere Mängel betreffen die Kamera, das Mikrofon oder auch den Kopfhöreranschluss. Das Mikro kann sich durch Schmutz zusetzen, sodass der Gesprächspartner bei einem Telefonat nicht mehr viel versteht. Der Kopfhöreranschluss kann sich gleichfalls zusetzen oder schlichtweg ausleiern. In der Folge funktioniert die Tonübertragung nicht mehr sauber. Natürlich werden für Reparaturen entsprechende Ersatzteile wie Displays benötigt. Shops wie https://www.screen-shop.net/samsung-display bieten diese für neue aber auch ältere Samsung-Modelle an.

 

Was lässt sich reparieren?
 

Letztendlich ist es fast immer möglich, das Smartphone zu reparieren. Die Frage ist eher, ob sich die Reparatur stets lohnt oder ob es nicht beinahe schon günstiger ist, ein neues Gerät anzuschaffen. Ist das Smartphone noch relativ neu und unterliegt es der Gewährleistung, kann es eingeschickt werden. Das heißt aber nicht, dass der Hersteller die Reparaturkosten übernimmt, denn sobald ein Nutzerverschulden vermutet wird, muss der Besitzer die Kosten übernehmen. Das trifft auf so gut wie alle Wasserschäden zu, sofern das Handy nicht eigens als wasserdichtes Outdoorhandy bezeichnet wurde. Oftmals ist es sinnvoll, sich an einen Reparaturdienst in der Stadt oder online zu wenden und sich dort ein Angebot einzuholen. Dabei haben die folgenden Schäden recht gute Reparaturchancen:

Wasserschaden - wurde das Smartphone nach seinem ungewollten Wasserbad direkt in Reis eingelegt und nicht mehr angeschaltet, stehen die Chancen relativ gut. Bei der Reparatur müssen die Wasserablagerungen auf den Chips und Platinen beseitigt werden. Das Einschicken des Geräts aufgrund der Fehler, die der Wasserschaden hervorruft, ist zwar möglich, doch wird der Hersteller stets auf das Kundenverschulden hinweisen. Im Gerät befinden sich immer mehrere Marker, die dem Hersteller verraten, ob Feuchtigkeit im Spiel war.

Displayschaden - gerissene Displays können relativ mühelos ausgetauscht werden, wenn auch der Austausch vergleichsweise teuer ist.

Sensibilität - hier kommt es auf das Alter des Geräts an. Das Einschicken lohnt nur bei neuen Smartphones, ansonsten sollte geschaut werden, wie teuer die Reparatur vor Ort ist.

Akku - der Austausch eines alten Akkus lohnt nahezu immer. Je nach Gerät kann der Austausch auch problemlos selbst durchgeführt werden, nur bei festverbauten Akkus ist ein Reparaturdienst notwendig.

 

Wie man das eigene Smartphone schützt
 

Vor vielen Schäden kann das eigene Smartphone recht leicht bewahrt werden. So sollte es einfach nicht in die Hosentasche gesteckt werden, wodurch Displayrisse ebenso eingeschränkt werden, wie Wasserschäden. Allgemein hat das Smartphone nichts neben dem Pool oder der Badewanne zu suchen. Und auch sonst gibt es Schutzmöglichkeiten:

Schutzhülle - sicher, flache Smartphones sind nett, doch sind das meist die Geräte, bei denen die Nutzer über ein gerissenes Display jammern. Das Smartphone sollte immer mit einer Schutzhülle versehen werden, da diese bei Stürzen dafür sorgt, dass das Handy nicht direkt auf die Kanten fallen und somit das Display vom Rand aus splittern kann.

Wasserschutz - wer das Smartphone draußen viel nutzt, beispielsweise bei Outdoorsportarten oder auf Baustellen, sollte eine wasserdichte Schutzhülle verwenden. Die Hüllen verhindern übrigens auch, dass sich Staub und Schmutz in die Öffnungen schieben.

- Versicherung - beim Kauf eines neuen Smartphones macht es durchaus Sinn, das Gerät gegen bestimmte Schäden versichern zu lassen. Gerade gebrochene Displays und Wasserschäden werden von der Versicherung übernommen. Die Versicherung schützt zwar nicht vor dem Entstehen des Schadens, hilft aber wenigstens dabei, die Kosten zu tragen.

Smartphone defekt - Was tun?
Wann lohnt sich eine Reparatur? (Bildquelle: © Glavo (CC0-Lizenz | pixabay.com)
 

Fazit - besser schützen
 

Natürlich können die meisten Schäden an einem Smartphone repariert werden. Es gibt online und in den Städten unzählige Reparaturdienste, ebenso können die Geräte unter Umständen beim Hersteller eingeschickt werden. Da die Reparaturen jedoch teuer und - gerade im Herstellerfall - langwierig sind, ist es sinnvoller, gleich das Risiko zu minimieren und auf einen Schutz zu setzen. Das Smartphone mag in der Hülle zwar nicht mehr so flach sein, dafür bricht das Display nicht gleich, wenn das Gerät vom Tisch fällt.